Pasta selbstgemacht: Tagliatelle (mit Lachs in Zitronensauce oder Ragú Bolognese)

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Nudeln selbermachen ist so einfach, wie ich es mir in meinen Träumen nie hätte vorstellen können. Ausserdem gibt es als Ergebnis äusserst leckere Nudeln. Mit knapp 90 Minuten – inklusive Teigruhezeit – dauert es auch gar nicht lang.
Doch der Reihe nach. Dies ist mein erster Versuch (einer hoffentlich langen Reihe) Pasta selber zu machen. Das selber machen ist nicht damit erfüllt, die Packung aufzureißen und die Nudeln in’s kochende Wasser zu schütten, sondern wahrhaftig die Herstellung der Nudeln. Nudeln bestehen, ähnlich wie Brot, nur aus wenigen Zutaten: Etwas Mehl, Eiern und einer Prise Salz. Natürlich gibt es unzählige Varianten, diese Zutaten zusammenzufügen oder ideenreich mit weiteren zu Ergänzen. Bei meinen ersten Versuchen wende ich aber die Old-School-Variante an, die schon seit Jahrhunderten in italienischen Haushalten angewendet wird.
Die erste Entscheidung fällt schon bei der Wahl des richtigen Mehls. Optimal ist Weich- oder Hartweizengrieß. Alternativ tut’s auch haushaltsübliches 405er oder 550er Mehl. Dann sollte man sich mit seinen Nudeln jedoch nicht in Italien blicken lassen!

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Zu einem kleinen Häufchen aufgetürmt drückt man in dessen Mitte eine kleine Mulde. In die kommt das Salz und die Eier. Dann wird das ganze mit einer Gabel vorsichtig verquirlt. Irgendwann nimmt man beide Hände und knetet einen schönen, festen Teig. Der wird dann abgedeckt und ruht für knapp eine Stunde.

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Anschließend hauchdünn walzen und in die gewünschte Nudelform schneiden. Für den Anfang habe ich mich für Tagliatelle, also Bandnudeln entschieden. Das schien mir für meine noch ungeübten Hände die passende Sorte. Nicht ganz geometrisch korrekt habe ich dann unzählige Bahnen geschnitten.

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Die kommen für zehn Minuten in’s sprudelnd kochende Salzwasser und fertig ist das Essen!
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Fast fertig. Nudeln solo ist etwas langweilig. Also habe ich hier mit etwas Lachsfilet, Kräutern Zitrone und Creme Fraiche eine leckere und schnelle Soße gezaubert.

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Im Grunde genommen gibt es keine Ausrede mehr, fertige Nudeln im Supermarkt zu kaufen. Das geht alles so schnell und ist dabei meiner Meinung nach viel schmackhafter. Nur dünn müssen sie sein, das werde ich mir für’s nächste Mal merken. Ich war der Meinung, dass der Teig schon sehr dünn war. Doch die selbstgemachten Nudeln vergrößern den Umfang beim Kochen um das zwei- bis dreifache.

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Der Klassiker Ragú Bolognese passt natürlich auch hervorragend.
Eine interessante Lektüre zum Thema liefert das Büchlein LA PASTA (ISBN: 978-3881896184). Hier wird etwas über die Geschichte der Nudeln und die Entstehung der unterschiedlichen Sorten sowie deren Herstellungsweise geschrieben. Abschließend finden sich zahlreiche Pastarezepte.
Pasta Grundrezept

Tags: Pasta, Weizen
Zubereitungsdauer: 1,5 Stunden
Portion: 4 Portionen
Quelle: Stefan, frei nach LA PASTA
Zutaten

  • 200 g Mehl oder Weichweizengrieß
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  • Das Mehl zu einem kleinen Häufchen schütten. Darin eine Kleine Mulde machen und die Eier und das Salz reingeben.
  • Erst mit einer Gabel, dann mit den Händen zu einem kompakten Teig kneten.
  • Eine Stunde abgedeckt ruhen lassen.
  • Arbeitsfläche bemehlen und den Teig dünn ausrollen.
  • Gewünschte Pastaform schneiden oder ausstechen.
  • 10 Minuten in kochendem Salzwasser garen.

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